1. Einleitung

Nach dem zweiten Weltkrieg begann das nun kommunistische Jugoslawien seine Waffenproduktionen mit der Kopie des Deutschen Karabiner K98k und des MG42. Erst 1960 erlaubte die Sowjetunion, dass eine Kopie der Kalaschnikow in Jugoslawien produziert werden durfte. Hier begann die Entwicklung des M64 in Kragujevac (bekannt unter Zastava). Diese wies folgende Änderungen im Vergleich zur sowjetischen AK-47 auf: zum einen gibt es eine gummierte Schulterstütze, eine Klappvisierung für Gewehrgranaten und einer Hülse für den Abschuss von Gewehrgranaten an der Mündung oder alternativ einem Mündungsfeuerdämpfer. Außerdem hat
die M64 drei (statt der üblichen zwei) Lüftungsschlitze am Handschutz.

2. Konstruktionsmerkmale

Die M70 hat folgenden Änderungen im Vergleich zu der sowjetischen Kalaschnikow-Familie:

  • der Handschutz besitzt drei Lüftungsschlitze,
  • der Schaft ist durch eine horizontale Schraube gesichert und besitzt ein gummiertes Schaftende,
  • die Läufe sind üblicherweise nicht hartverchromt (hier ist eine intensive Reinigung nach dem Verschuss von korrosiver Munition vonnöten),
  • eine klappbare Visierung für Gewehrgranaten, welche beim Aufklappen das Gasrohr blockiert um die gesamte Energie der Kartusche zu nutzen,
  • das Gehäuse ist auf eine dicke von 1.6mm gefräst, statt auf die üblichen 1.0mm. Bei der M70B1 wurde unter anderem noch das Magazin verändert, so dass es beim letzten Schluss den Verschluss zurück hält. Außerdem haben die M70 Gewehre nun standardmäßig einen Kunststoffpistolengriff. Außerdem gibt es die Version M70AB2 mit einem Klappschaft.
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3. Technische Daten

Kaliber7.62x39mm
Lauflänge415mm
GesamtlängeM70B1: 900 mm
M70AB2 (eingeklappt): 640 mm
Gewicht3.60 kg
Magazinkapazität30 Schuss
Feuerrate620-660 Schuss/min
Effektive Reichweite400m
Tabelle 1: ausgewählte technische Daten der Zastava M70.

4. Einsatzgeschichte

Die Waffe war in den Jugoslawienkriegen auf jeder Seite der Kriege im Einsatz. Darüber hinaus wurde die Zastava M70 als Hilfslieferung an die Afghanische Armee durch die USA geliefert. 2021 wurden die Bestände durch die Taliban übernommen. 2022 wurden M70 Gewehre durch Kroatien an die Ukraine als Hilfslieferung gesendet. Das Sturmgewehr wird des Weiteren durch Kriminelle in ganz Europa verwendet, da es durch die Bürgerkriege im ehemaligen Jugoslawien vielmals in Privathände gelangt ist und weiterverkauft wurde. So benutzten die Terroristen des IS beim Anschlag auf Charlie Hebdo und auf das Bataclan Zastava M70 Sturmgewehre

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